Wer über Satellit fernsehen möchte, braucht eine exakt ausgerichtete Schüssel. Schon wenige Grad Abweichung genügen nämlich, damit das Bild bei Regen wackelt oder das Signal ganz abreisst. Deshalb gibt es auf gwerdi.ch ein einfaches Werkzeug im Browser: den Satfinder.
Das Tool berechnet für jeden Standort sofort die richtigen Winkel. Ausserdem zeigt es direkt an, ob Bäume oder Nachbarhäuser im Weg stehen.
Auf diese drei Werte kommt es an
Damit die Schüssel Programme über Satelliten wie Astra 19.2°E oder Hotbird 13.0°E sauber empfängt, braucht man drei grundlegende Angaben:
- Azimut: Das ist die horizontale Richtung nach Kompass. Der Wert zeigt an, wie weit man die Schüssel ab Norden im Uhrzeigersinn drehen muss.
- Elevation: Dieser Winkel bestimmt, wie steil die Antenne nach oben in den Himmel schaut. Je nach Standort fällt diese Neigung unterschiedlich steil aus.
- Skew (LNB-Tilt): Hierbei dreht man den Empfangskopf (das LNB) leicht um die eigene Achse. Dadurch passt sich das LNB genau an die eintreffenden Funkwellen an.
Der Satfinder ermittelt diese Werte automatisch für jede beliebige Adresse.
Was der Satfinder alles kann
Die Anwendung greift auf Karten von OpenStreetMap zu, sodass man alle Berechnungen direkt visuell vor sich sieht.
Den Standort festlegen
Zuerst bestimmt man den genauen Punkt der Montage. Dafür stehen drei einfache Wege bereit:
Suchfeld: Man tippt Strasse, Postleitzahl oder Ortschaft ins Feld ein.
Standortermittlung: Mit einem Klick übernimmt der Browser den aktuellen Standort.
Marker verschieben: Danach lässt sich das Antennen-Symbol auf der Karte punktgenau auf das eigene Dach oder den Balkon ziehen.
Den Satelliten auswählen
Anschliessend wählt man den passenden TV-Satelliten im Menü aus, beispielsweise Hotbird 13.0°E oder Astra. Das Tool passt alle Zahlen sofort an, sodass die neuen Richtwerte ohne Verzögerung auf dem Bildschirm stehen.
Die Peillinie als Orientierung nutzen
Sobald Standort und Satellit feststehen, blendet die Karte eine blaue Linie ein. Diese Linie zeigt genau in Richtung des Satelliten. Dadurch dienen Schornsteine, Hausecken oder Strassenzüge in der Umgebung als praktische Orientierungshilfe.
Prüfen, ob Hindernisse im Weg stehen
Häufig verdecken Bäume oder Hauswände die freie Sicht zum Satelliten. Aus diesem Grund enthält der Satfinder einen schnellen Sichttest:
- Nach dem Einschalten der Hindernis-Prüfung erscheint ein roter Punkt auf der Karte.
- Diesen Punkt verschiebt man genau auf das mögliche Hindernis.
- Danach trägt man die ungefähre Antennenhöhe und die Höhe des Hindernisses in Metern ein.
- Das Tool errechnet sogleich die Distanz sowie die maximal erlaubte Höhe an dieser Stelle.
- Ein grünes Signal bestätigt sofort, ob freie Sicht besteht.
In wenigen Schritten zur Ausrichtung
Wer eine Schüssel einrichten will, geht am besten in dieser Reihenfolge vor:
- Die Adresse eingeben oder die Position über den Browser abrufen.
- Den Antennen-Punkt auf der Karte genau an die gewünschte Stelle schieben.
- Den Satelliten in der Liste auswählen.
- Die errechneten Werte für Azimut, Elevation und Skew notieren.
- Die Antenne grob entlang der blauen Linie auf ein festes Merkmal in der Umgebung richten.
- Falls Bäume oder Mauern im Weg stehen könnten, die Hindernis-Prüfung zur Kontrolle nutzen.
Fazit
Der Satfinder spart viel Zeit und Mühe bei der Vorbereitung, weil man die Ausrichtung schon bequem am Bildschirm planen kann. Dank der praktischen Hindernis-Prüfung weiss man ausserdem rasch, ob der gewählte Platz am Gebäude wirklich funktioniert.
Das Tool steht direkt online bereit:
https://www.gwerdi.ch/satfinder/














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