Der Dreame L10s Pro Gen 2 hat bei mir einen älteren, günstigen Saugroboter ersetzt, den ich vor Jahren ausprobiert hatte. Der fuhr planlos durch die Wohnung, blieb ständig irgendwo hängen und war mehr Spielerei als echte Hilfe. Der L10s Pro Gen 2 ist dagegen deutlich ausgereifter – und im Alltag ein zuverlässiger Helfer.

Orientierung mit System

Gleich beim ersten Einsatz erstellt der Roboter automatisch eine Karte der Wohnung. Dafür fährt er alle Räume strukturiert ab – gesteuert durch LiDAR (Laserscanner) und einen Infrarot-Kreuzlaser. Die Karte erscheint direkt in der App, ohne dass man etwas einrichten muss.

Die Navigation funktioniert zuverlässig: Der Roboter fährt gezielt Raum für Raum ab, umfährt Hindernisse und findet nach dem Reinigen selbstständig und sicher zur Ladestation zurück – auch über mehrere Räume hinweg.

App-Steuerung: gezielt reinigen, wie und wo man will

Die Dreamehome App bietet viele praktische Funktionen:

  • Räume oder Zonen lassen sich gezielt auswählen
  • Es kann eingestellt werden, ob nur gesaugt oder auch gewischt werden soll
  • Wischmopps lassen sich bei Bedarf komplett abnehmen
  • Es sind Sperrzonen, Reinigungspläne und mehrere Etagenkarten möglich

Die Steuerung über die App funktioniert zuverlässig und erlaubt eine individuelle Anpassung je nach Tagesablauf oder Wohnsituation.

Teppicherkennung und automatische Anpassung

Der Roboter erkennt Teppiche mithilfe eines Ultraschallsensors auf der Unterseite. Wird ein Teppich erkannt, erhöht sich die Saugleistung automatisch, gleichzeitig werden die Wischmopps angehoben, damit nichts nass wird. Das funktioniert gut, auch bei flachen Teppichen.

Sensoren für Sicherheit und Hindernisse

Neben der Lasernavigation sind weitere Sensoren verbaut:

  • Bumper vorne zur Erkennung von leichten Kollisionen
  • Absturzsensoren verhindern, dass der Roboter z. B. die Treppe herunterfällt
  • Ultraschallsensoren für Teppiche

So bewegt sich der Roboter sicher und bleibt selten hängen – auch bei verwinkelten Möbeln oder schmaleren Durchgängen.

Sprachausgabe: Verständlich und hilfreich

Der L10s Pro Gen 2 spricht während des Betriebs und gibt klare Informationen – z. B. wenn er mit der Reinigung beginnt, zur Ladestation zurückkehrt oder wenn ein Problem auftritt. Das erleichtert den Alltag, besonders wenn man nicht ständig auf die App schauen will.

Kommt an Stellen, die sonst mühsam zu reinigen sind

Durch seine flache Bauweise gelangt der Roboter auch unter Möbel wie das Bett oder das Sofa – also genau an die Stellen, bei denen man mit einem normalen Staubsauger oft keine Chance hat. Gerade dort sammelt sich erfahrungsgemäß besonders viel Staub, und der Roboter erledigt diese Arbeit unauffällig mit.

Dreame L10S Pro Gen 2
Dreame L10S Pro Gen 2
Dreame L10S Pro Gen 2
Dreame L10S Pro Gen 2

Leichte Wartung, keine Absaugstation

Ich habe mich bewusst für das Modell ohne Absaugstation entschieden. Vorteile:

  • Kompaktere Ladestation, die sich einfacher platzieren lässt
  • Kein Verbrauch von Staubbeuteln
  • Weniger Platzbedarf im Raum

Der Nachteil: Der Staubbehälter muss regelmäßig manuell geleert werden – das ist aber schnell gemacht. Auch die Bürsten lassen sich einfach entnehmen, wenn sich mal Haare oder Schnürsenkel darin verfangen.

Trotz Herstellervorgabe habe ich die Station unter einem kleinen Tischchen aufgestellt – mit wenig Abstand zur Seite und nach vorne. Der Roboter findet trotzdem problemlos zur Station zurück und dockt sauber an.

Fazit

Der Dreame L10s Pro Gen 2 zeigt, wie durchdacht Saug-Wisch-Roboter heute sein können. Die Navigation ist präzise, die Reinigungsleistung stark, die App flexibel und die Wartung unkompliziert. Besonders praktisch ist, dass er auch unter Möbel kommt, wo sich sonst der Staub sammelt.

Dazu kommen sinnvolle Funktionen wie Sprachausgabe, automatische Teppicherkennung mit Saugkraftanpassung und eine kompakte Station ohne Verbrauchsmaterialien. Für den Alltag ist das eine runde Lösung, die einfach funktioniert.